Anemonenfisch: Lebensgemeinschaft zwischen Nemo und Anemone

Der Anemonenfisch gehört zu den überaus beliebten Bewohnern in einem Meerwasser-Aquarium. Seine auffällige Schuppenfärbung machte ihn als Nemo-Fisch berühmt, aber auch ohne seine Filmkarriere weist der Anemonenfisch für Aquarianer sehr interessante Eigenarten auf. Weil er als recht schlechter Schwimmer für seine Feinde im Meer leichte Beute wäre, pflegt der Anemonenfisch eine Symbiose mit der Seeanemone. Wer Anemonenfische im Aquarium halten möchte, sollte unbedingt die passende Anemonenart mit einplanen.

Der Anemonenfisch zählt zu den wenigen Meerwasser-Zierfischen, die gezüchtet werden können und wird in großen Fischfarmen professionell vermehrt. Seine Artenvielfalt und seine besonderen Lebensgewohnheiten, denen man auch im heimischen Aquarium gerecht werden kann, machen ihn zu einem der interessantesten Aquariumbewohner. In der freien Natur lebt der Anemonenfisch, der zu der Familie der Riffbarsche gehört, in den Korallenriffen des tropischen Indopazifik, in Tiefen von einem bis 15 Metern. Die meisten Arten der Anemopnenfische haben ein relativ enges Verbreitungsgebiet, in dem sie auch nur mit einer dort lebenden speziellen Art von Seeanemone eine Symbiose eingehen.

Die Symbioseanemonen bieten den Anemonenfischen Schutz vor Raubfischen und umgekehrt schützen Anemonenfische ihre Symbiosepartner vor Fressfeinden, z.B. den Falterfischen. Der zwischen acht und 15 Zentimeter lang werdende Anemonenfisch ernährt sich von Zooplankton. Einige Arten vertilgen auch Algen. Interessant ist die Fähigkeit der Anemonenfische, ihr Geschlecht umzuwandeln. Aus dem Ei schlüpfen immer Männchen. Nur die jeweils größten und kräftigsten Tiere der Gruppe wandeln sich zu Weibchen – so ist sichergestellt, dass nur das stärkste Tier Gelege anlegen kann.

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