Entführung missglückt: Bär “Ben” in Sicherheit

Entführung missglückt: Bär “Ben” in Sicherheit

Tierschützer in Plattling und Umgebung können aufatmen: Zirkusbär Ben muss nicht mehr mitreisen. Das Landratsamt des Landkreises Deggendorf hat der Tierquälerei ein Ende gesetzt. Aufmerksame Beobachter hatten die Behörden informiert, dass in Plattlingen ein Bär in einem Zirkuswagen auf dem Volkfestplatz “geparkt” sei und nicht versorgt werde. Mitarbeiter des Landratsamtes sahen diese Beobachtung vor Ort bestätigt und wurden sofort aktiv. Der 22 Jahre alte Bär wurde per amtlicher Verfügung beschlagnahmt und samt Zirkuswagen zunächst auf dem Feuerweksgelände der Gemeinde Plattling abgestellt bis ein Verbleib für das betagte Tier organisiert werden konnte.

Zu unschönen Szenen zwischen Tierschützern und Angehörigen des Zirkus kam es, als der Besitzer des Bären versuchte, den Zirkuswagen samt Fracht wieder in seinen Besitz zu bringen und damit zu fliehen. Trotz gesperrter Ausfahrt des Feuerwehrgeländes und Polizeikräften vor Ort fuhr der Bärenhalter die Begrenzung des Platzes mit seinem Gefährt um und suchte das Weite. Der Fluchtversuch scheiterte nach kurzer Fahrt. Der Bär befindet sich seitdem an einem sicheren Ort, wo er in Ruhe und gut versorgt warten darf, bis eine Bleibe gefunden ist.

Wildtiere im Zirkus sind seit langem ein Diskussionsthema. In Kürze berät der Bundesrat über ein bundesweites Wildtierverbot. Bisher lag es im Ermessen von Städten und Gemeinden, Auftrittsverbote wegen der Zurschaustellung von Wildtieren zu erteilen. Mit einer einheitlichen Regelung würde ein deutliches Zeichen mit allen rechtlichen Konsequenzen gesetzt, damit in Deutschland nicht Hunderte von Wildtieren, angefangen bei Affen bis hin zu Zebras in Schaugeschäften vor sich hin vegetieren.

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