Gecko: Exotischer Kletterkünstler im Terrarium

Als könnten sie die physikalischen Gesetze außer Kraft setzen mutet es an, wenn ein Gecko mit seinen Haftlamellen über Kopf an Glasscheiben von Terrarien klebt und vorwärts klettert. Die hübschen Exoten sind sehr beliebte Terrariumbewohner und je nach Gattung eignen sie sich auch für Tierhalter, die noch wenig Erfahrung in der Haltung von Tieren im Terrarium haben. Es gibt tagaktive Arten und Geckos, die bevorzugt in der Dämmerung und nachts ihre Revier erkunden. Ob ein Gecko zu den Tagtieren gehört oder zu den Nachtschwärmern, erkennt man an der Form der Pupille. Typisch für nachtaktive Tiere ist die spaltförmige Pupille.

Taggeckos kommen ursprünglich aus Madagaskar und halten sich gern in Menschennähe auf. Die hübsch gefärbten Kleinechsen gibt es in vielen Arten. Vorherrschend ist eine kräftige Grünfärbung, auf der je nach Art Muster in schillerndem Rot, Blau, Gelb und Gold funkeln. In seinen Heimatländern ist der Gecko ein gern gesehener Hausbewohner, da er fleißig Insekten vertilgt. Terrariumfreunde schätzen speziell am Madagaskar-Tag-Gecko, dass er sich recht problemlos in Gefangenschaft halten und sogar vermehren lässt. Eigene Nachzuchten sind ein Zeichen für gute artgerechte Haltung und immer der ganz besondere Stolz jedes Echsenfreundes.

Bei der Einrichtung eines Terrariums für Taggeckos gibt es einige Grundsätze zu beachten, damit die Tiere sich wohlfühlen und gesund bleiben. Als ursprüngliche Baumbewohner sollte auch das Terrarium mit Pflanzen und Bambusrohren ausgestattet sein. Ein Terrarium, das mehr Höhe als Breite aufweist, kommt dem Bewegungsdrang der hübschen Kleinechsen entgegen. Außerdem brauchen die Exoten unterschiedliche Temperaturzonen wie sehr warme Sonnenplätze, schattige Ruheplätze und Unterschlupfmöglichkeiten, die nicht etwas höher gelegen sein sollten, damit das Tier sich wie in der Natur sicher fühlt. Viel Licht, viel Luft und im Sommer Tageslicht ergänzen eine auf die Bedürfnisse des Geckos abgestimmte Pflege.

Madagaskar-Taggeckos können sehr zutraulich werden. Ihr Futter besteht in der Freiheit wie im Terrarium aus verschiedenen Insekten und anderen wirbellosen Kleintieren. Damit Geckos ihren süßen Hunger auf reifes Obst, Nektar und Pollen auch in Gefangenschaft stillen können, hat sich das Füttern mit Babybrei bewährt. Ein Gecko, der am liebsten nur seinesgleichen um sich hat und verträgt, ist der dekorative Leopardgecko. Sein apartes Tupfenmuster zeigt der nachtaktive Gecko erst im erwachsenen Zustand. Die Sorge, man könne einen nachtaktiven Gecko auch nur nach Sonnenuntergang beobachten ist unbegründet. Zur Nahrungsaufnahme durchbrechen Leopardgeckos ihren Wach- und Ruhe-Rhythmus ganz gern freiwillig. Übrigens ist der Leopardgecko ein Gecko, der das Über-Kopf-Laufen nicht beherrscht: statt der dafür notwendigen Lamellen haben seine Füße Krallen.

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