Beagle sind ausgesprochen hübsch gezeichnete wohl proportionierte kleine Hunde mit sehr sympathisch fröhlicher Ausstrahlung. Trotzdem eignet er sich nur bedingt als Familienhund. Ein Grund ist, dass er als Meutehund die Gesellschaft von Artgenossen braucht oder einen Besitzer, der sich viel und intensiv mit dem Hund und seiner Erziehung beschäftigt.
Der Beagle ist ein Jagdhund, der speziell für die selbstständige Treibjagd auf Hasen und Füchse, die Meutejagd, gezüchtet wurde. Sein Jagdtrieb beherrscht sein Wesen. Wie alle Hunderassen, deren Aufgabe es ist, in der Meute zu jagen, zeichnet er sich durch die herausragende Fähigkeit der Spurensuche aus. Erstmal erwähnt wurde der Begriff Beagle bereits im 16. Jahrhundert. Damals wurde der Begriff beagling als eine Form der Hundejagd in einer Meute geprägt. Als wirklich eigenständige Hunderasse existiert der Beagle erst seit dem Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts.
Beagles sind fröhliche, relativ anspruchslose und sehr gutmütige kleine Hunde. Sie sind entweder zweifarbig braun/weiß ("tan and white") rot-weiß ("red and white") zitronengelb-weiß ("lemon and white") oder dreifarbig schwarz/braun/weiß ("tricoloured"). Reinrassige Beagles haben eine weiße Schwanzspitze. Sie zählen zu den hübschesten kleinen Hunderassen und nicht von ungefähr spielt bei den Peanuts ein Beagle die tierische Hauptrolle.Ein weiterer bekannter Beagle ist Porthos, der Hund von Captain Archer in der TV-Serie "Star Trek Enterprise". Seine Charaktereigenschaften begründeten allerdings auch seine Eignung als Versuchtier. Als Meutehunde sind sie ausgesprochene Rudeltiere und benötigen die Gesellschaft anderer Hunde.
In Deutschland spielt der Beagle keine Rolle als Jagdhund. Aber viele Familien verlieren ihr Herz an diesen fröhlichen und hübschen Hund. Jeder, der mit dem Gedanken spielt, sich einen Beagle anzuschaffen, weil diese Hunde fröhlich, hübsch anzusehen und nicht aggressiv sind muss wissen, dass der Jagdtrieb des Beagles kaum zu bändigen ist. Diese Hunderasse wurde jahrhundertelang nur auf die Jagd in der Meute gezüchtet. Dieses Erbe trägt diese Hunderasse heute noch in sich.
Man braucht Erfahrung, eine feste Hand, sehr viel Geduld und viel Liebe bei der Aufzucht eines Beagles, ansonsten kann sich der Hund auch schnell zum Katastrophen-Hund entwickeln. Verfressenheit und der gnadenlose Hang zur Jagd bestimmen heute noch sein Wesen. Ein Lied, das beinahe alle Beagle-Besitzer singen können. Es gibt nur wenige Beagle, mit denen man ohne Leine im Wald oder auf den Wiesen spazieren gehen kann. Das Risiko, dass ein Beagle plötzlich eine Spur aufnimmt und dieser dann selbstständig nachgeht, ist immer gegeben. Da hilft dann meistens auch kein Rufen und Schreien mehr. Lehren sie ihren Hund am besten erst das "Platz" und "Sitz". Sie müssen dem Hund zeigen wer der Chef ist.