Ihre Sanftmut und das völlige Fehlen von Aggression macht sie zum idealen Versuchstier. Die Rede ist vom Beagle. Der unkomplizierte Rudelhund ist eigentlich ein Meute- und Jagdhund im Dienst der Forschung: aber was passiert, wenn der Einsatz als Laborhund endet?
Glücklicherweise gibt es die Labor-Beagle-Hilfe, die ständig bemüht ist, Beagle nach ihrer Zeit als Laborhund ein möglichst normales Leben als Haustier zu ermöglichen. Allerdings hinterlässt die teilweise jahrelange Haltung im Labor meistens unübersehbare Spuren, die viel Geduld erfordern.
Nicht nur Hundefutter, auch Parasiten und vor allem Medikamente testet man in den Labors an den zutraulichen Beageln. Mit Menschen haben sie dort kaum Kontakt. Hündin Frieda ist z.B. eine hübsche Beagledame aus dem Labor. Ihr Frauchen hat sich sehr bewusst für einen Laborhund entschieden.
"Die ersten vier Wochen waren am schlimmsten", resümiert Frauchen Olivia Seipelt. Frieda verweigerte das Futter, versteckte sich unter dem Stuhl und hatte panische Angst. "Eines Tages haben wir Frieda einfach zu uns auf die Couch gesetzt, und die Hündin blieb sitzen, ab da ging es aufwärts," erinnert sich Frauchen.
Olivia Seipelt rief zusammen mit ihrem Partner Conny Bläsing den Stammtisch der Beaglefreunde ins Leben. Zum siebenten Mal trafen sich letzten Sonnabend in Dessau-Mildensee 15 der kleinen Hunde mit ihren Besitzern im Garten des ehemaligen Landschulheims. Ein Dutzend Beagle-Freunde aus Dessau und Umgebung treffen sich seit April einmal im Monat zum gemeinsamen Gassi-Gehen.
Während die Hunde miteinander toben und im Garten herumflitzen, tauscht man sich gerne aus. Für das leibliche Wohl wird bei diesen Treffen natürlich auch gesorgt. Ab und zu kommen beim Beagle-Treffen auch andere Hunde dazu. Mit Foxterriern und Boxern verstehen sich die aufgedrehten Beagle ebenso gut wie untereinander. Stammtisch-Gründerin Olivia Seipelt betont, dass auch andere Rassen herzlich eingeladen sind.