Wo immer er auftaucht, zieht er die Blicke auf sich: Der Wolfsspitz ist eine besonders auffällige und imposante Hunderasse. Sein schönes langes und dichtes Fell trägt alle Grautöne eines Wolfspelzes und ist völlig schmutzabweisend. Sein Gesichtszüge lassen wachsame Aufmerksamkeit und ein offenes freundliches Wesen erkennen. Der Wolfsspitz lässt sich leicht erziehen und besticht durch sein ausgeglichenes Wesen und ein immer der Situation angepasstes Temperament.
Noch bis vor ein paar Jahrzehnten gehörte der Wolfspitz und andere Vertreter aus der Familie der Spitze zu den beliebtesten Haushunden in Deutschland. Man schätzte seine Wachsamkeit ebenso wie seine Genügsamkeit und Anpassungsfähigkeit. Inzwischen ist ein Wolfspitz als Haushund zu einer Seltenheit geworden. Sein Bestand gilt zwar nicht als gefährdet, aber ganz offensichtlich ist diese Rasse inzwischen eher ein Hund für Individualisten.
Das besondere an der Erscheinung eines Wolfspitzes ist außer seinem schönen langflorigen Fell sein Körperbau. Er ist sehr kompakt und ähnelt einem Quadrat mehr als einem Rechteck, wie man es bei Hunden mittlerer Größe gewohnt ist. Unterstützt wird dieser Eindruck noch durch den hoch erhobenen gebogenen Schwanz und dem kräftigen Kopf auf kurzem Hals. Der Wolfsspitz scheint ständig zu beobachten und alles gut im Blick haben zu wollen. Dabei strahlt er eine angenehme Ruhe aus.
Der Wolfsspitz gilt als ein sehr selbstsicherer und selbstständiger Hund. Trotzdem lässt er sich in der Regel sehr gut erziehen und begleitet seinen Besitzer treu und ergeben. Seine Instinktsicherheit, seine Charakterfestigkeit und Nervenstärke werden z.B. für die Arbeit als Blindenführhund genutzt. Auch in der Familie findet ein Wolfsspitz schnell seinen Platz und zeichnet sich durch seine Beschützerinstinkte und Anpassungsfähigkeit aus.