Angorakatzen umgibt inzwischen fast wieder der gleiche Hauch von Exklusivität wie im 17. Jahrhundert, als Seefahrer sie nach Europa mitbrachten und diese wunderschönen, aufgeweckten und gutmütigen Samtpfoten sich schnell zu den Lieblingskatzen in der höfischen Gesellschaft entwickelten. Die Angorakatze ist eine der ältesten halb langhaarigen Rassen und hat über Jahrhunderte die Ursprünglichkeit ihres Wesens und Aussehens bewahren können.
Die Angorakatze ist eine sehr elegante und edel anmutende Katze. Ihr Körper ist schlank und muskulös. Das besonders seidige halblange Fell ist übrigens im Sommer kürzer als im Winter und weist auch heute noch auf ihre ursprüngliche Heimat hin, in der die Sommer heiß und trocken und die Winter hart sind. Die Proportionen der Angorakatze erinnern sehr an ihre großen Verwandten Raubkatzen und tatsächlich hat sie in der langen Zeit ihrer Geschichte nichts von ihren ursprünglichen Fähigkeiten und Vorlieben eingebüßt.
Beutejagen und Erlegen liegt der Angorakatze im Blut und nicht selten schleppt sie erlegte Kleintiere als Geschenke nach Hause und legt sie ihrem Herrchen vor die Füße. Auf der anderen Seite ist die Angorakatze die ideale Hauskatze. Sie ist verspielt, anhänglich und verschmust. Auch im Umgang mit Kindern gilt die Angorakatze als besonders unkompliziert und belastbar.
Als echte Hauskatze, die sich eng an die Familie anschließt, mag sie nicht gern allein sein. Wer seine Katze dennoch über Stunden allein lassen muss, sollte sich am besten ein Pärchen zulegen, damit die Tiere sich wohlfühlen und ihr Bedürfnis nach Gesellschaft und sozialen Kontakten ausleben können. So bleiben Angorakatzen das, was sie von Natur aus sind: unkompliziert, gutmütig, intelligent und besonders reinliche Tiere mit unwiderstehlichem Charme.