Die Birma-Katze ist eine Halblanghaarkatze und wird ausschließlich als Hauskatze gehalten. Ihre Zugehörigkeit zu den Point-Katzen ist unverkennbar an ihrem hellen, sehr weichen Körperfell zu erkennen, den dunklen Abzeichen an Kopf, dem langen buschigen Schwanz und den Beinen und vor allem an ihren immer reinweißen Pfoten.
Die Birma-Katze umgibt offensichtlich eine besondere Aura, die ihr auch den Namen "heilige Birma" eingebracht hat. Demnach stammt die Rasse aus dem früheren Staat Birma. Einer hübschen Legende zufolge verlieh dort die Tempelgöttin Sinh einem ursprünglich weißen Kater mit gelben Augen, dunkler Pointzeichnung und schwarzen Pfoten, der einem Priester als Orakel diente, blaue Augen und als Zeichen der Reinheit weiße Pfoten. Auch wenn die verschiedenen Versionen der hübschen Legende nicht die tatsächliche Herkunft der Birma-Katze auch nur annähernd klären, sind es doch hübsche Geschichten, die gut zu dieser edlen Katze passen.
Nachgewiesen ist der Ursprung der Birma-Katze in den Zuchtbüchern bis ins Jahr 1915. Demnach geht die Birma Katze auf ein Zuchtprogramm in Frankreich Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Vom englischen Zuchtverband wurde die Rasse im Jahre 1966, vom US-amerikanischen Verband im Jahre 1967 anerkannt. Birma-Katzen sind menschenbezogen, ruheliebend, sanftmütig und mäßig aktiv. Sie sind gesellige Tiere, die sich allein unwohl fühlen und daher zumindest zu zweit (auch mit anderen Katzen) gehalten werden sollten. Die Birma-Katze ist nicht zu verwechseln mit der Burma-Katze, die eine eigene Rasse darstellt.
Die Birma-Katze sollte keine Ähnlichkeit mit einer Perserkatze einerseits und andrerseits mit der Siamkatze haben. Sie ist eine mittelgroße und mittelschwere Katze mit einem kräftigen Knochenbau und gut ausgebildeter Muskulatur. Ihr Kopf hat ein deutliches Profil mit einer mittellangen Nase und ausgeprägtem Kinn. Ihre Augen liegen weit auseinander, sind oval geformt und von intensiver blauer Farbe. Birma-Katzen haben am Körper kurzes bis langes seidiges Fell. Die Felllänge nimmt vom Kopf an bis zum Schwanz an Länge und Buschigkeit zu. Birma-Katzen werden, wie alle Point-Katzen, weiß geboren. Die Farbe der Points bildet sich erst nach einigen Tagen bis Wochen heraus. Birma Katzen gibt es in den Farben: Seal, Blue, Chocolate, Lilac, Red, und Creme.
Birma-Katzen sind menschenbezogen, ruheliebend und sanftmütig. Sie brauchen Gesellschaft und sollten nicht lang allein sein müssen oder, wenn es sich wegen der Berufstätigkeit nicht vermeiden lässt, paarweise gehalten werden. Wie die meisten Rassekatzen sind Birma-Katzen reine Wohnungskatzen. Ihr dichtes Fell ist sehr pflegeleicht und neigt kaum zum Verfilzen. Gelegentliches Bürsten reicht als Fellpflege meistens völlig aus.