Die Manx-Katze unterscheidet sich in einem ganz wesentlichen Punkt von allen übrigen Katzen: Sie hat keinen Schwanz. Ursache für diese Mutation ist offensichtlich durch Selektion in der Isolation. Mit anderen Worten: diese Katzen haben schon seit Jahrhunderten auf der Insel Man gelebt, die in der irischen See liegt.
Die Bengalkatze gehört wohl zu den hübschesten Zuchtkatzen, die die Ursprünglichkeit einer Wildkatze mit dem sanften und anhänglichen Wesen einer typischen Hauskatze in sich vereint. Erkennungszeichen für die Bengalkatze, die es als Rasse erst seit etwa 30 Jahren gibt, ist ihr getupftes, leopardenähnliches Fell.
Eine der schönsten, schwarzen Katzen ist in Europa leider eine Rarität: die Bombay-Katze ist eine kurzhaarige reine Zuchtkatze, eine sogenannte Hybrid-Rassekatze. Sie vereint das faszinierende Aussehen eines kleinen schwarzen Panthers mit lackglänzendem kurzen Fell und das angenehmen Wesen einer echten Burmakatze in sich.
Die Birma-Katze ist eine Halblanghaarkatze und wird ausschließlich als Hauskatze gehalten. Ihre Zugehörigkeit zu den Point-Katzen ist unverkennbar an ihrem hellen, sehr weichen Körperfell zu erkennen, den dunklen Abzeichen an Kopf, dem langen buschigen Schwanz und den Beinen und vor allem an ihren immer reinweißen Pfoten.
Abessinierkatzen erkennen Kenner und Liebhaber sofort an ihrem hübschen, einzigartigen Fell. Jedes Fellhaar weist eine drei- bis vierbändrige Färbung auf: eine typische Wildfarbe, die man auch "Agouti" nennt. Der sehr schlanke und muskulöse Körper der Abessinierkatze erinnert stark an einen Puma und unterstreicht die besondere Ausstrahlung dieser intelligenten und lebhaften Rassekatze.
Die Ägyptische Mau ist eine der Rassen, die durch ihr auffällig gemustertes Fell besonderes Interesse erweckte. Das sicherte ihr nicht nur die Ausfuhr von Ägypten über Italien in die USA, sondern auch die Eintragung als anerkannte Rasse. Im Gegensatz zu vielen ihrer Artgenossen weist ihr Fell dunkle Tupfen auf. Schon für die Katzendarstellung auf historischen Wandmalereien in Ägypten hat diese hübsche Katze offensichtlich Modell gestanden.
Angorakatzen umgibt inzwischen fast wieder der gleiche Hauch von Exklusivität wie im 17. Jahrhundert, als Seefahrer sie nach Europa mitbrachten und diese wunderschönen, aufgeweckten und gutmütigen Samtpfoten sich schnell zu den Lieblingskatzen in der höfischen Gesellschaft entwickelten. Die Angorakatze ist eine der ältesten halb langhaarigen Rassen und hat über Jahrhunderte die Ursprünglichkeit ihres Wesens und Aussehens bewahren können.
Der Ursprung vieler jüngerer Katzenrassen liegt in der Vorliebe für ein bestimmtes Aussehen einer Katze. Auch bei der Ragdoll haben die Ähnlichkeit mit der Angorakatze und der heiligen Birma den Ausschlag für das Zuchtinteresse dieser recht jungen Katzenrasse gegeben. Ragdolls gibt es erst seit etwa 40 Jahren. Wer eine Vorliebe für große kräftige Halblanghaarkatzen mit sanftem Gemüt hegt, sollte unbedingt eine Ragdoll-Katze kennenlernen.
Der Name der Balineserkatze ist leicht irreführend; denn auf Bali sucht man diese eleganten, schlanken Katzen mit dem halblangen, seidigen Fell vergeblich. Die Katzenrasse ist noch recht jung und stammt aus den USA, wo Züchter sich um die Anerkennung der bis dahin nicht akzeptierten langhaarig geborenen Siamkatzen als eigene Rasse bemühten. Heute gibt es Balinesen in etwa 20 verschiedenen Point-Farben und -Mustern, einschließlich der rein weissen Balinesen.
Die Thaikatze stammt wie die Siamkatze aus dem ehemaligen Siam, dem heutigen Thailand. Seit den 70ger Jahren verdrängte der Wunsch nach immer schlankeren und zierlicheren Katzen den eigentlichen Urtyp der Siamkatzen. Aber es gibt diese intelligenten, hochsensiblen und sehr menschenbezogenen Katzen noch, allerdings mit neuem Namen: Thaikatzen
Liebhaber und Besitzer von Kartäuserkatzen sind sich darin einig, dass diese Rasse zwar sehr unterschiedlich aussehen kann, aber einen unverwechselbaren Charakter hat. Kartäuserkatzen sind sehr anhängliche Tiere und obwohl sie einen recht kräftigen Körper haben und eine stattliche Größe aufweisen, spielen sie sehr sanft und vorsichtig. Kartäuserkatzen sind echte Schmusekatzen und genießen die menschliche Nähe und Zuwendung.
Die Devon Rex ist eine Rassekatze, die bei uns eher selten anzutreffen ist, aber zu den besonders reizvollen katzenhaften Geschöpfen gehört. Ihr auffälligstes rassetypisches Merkmal ist ihr außergwöhnliches Fell: Es ist gelockt und sehr weich. Eine Mutation, die 1960 in der Grafschaft Devonshire auftrat, legte den Grundstein für die neue Rasse.
Die Siamkatze ist eine Rassekatze mit kurzem, pflegeleichtem Fell. Ihr Körper ist schlank und geschmeidig. Die schmale, elegante Silouette wird durch den Kopf auf langem Hals, die hohen Beine und den langen Schwanz geprägt. Ihr Naturell ist etwas für erfahrene Katzenliebhaber. Siamkatzen sind anhänglich wie Hunde, dabei ausgesprochen sensibel und in gleichem Maße eigensinnig mit der Tendenz zur Dominanz.
Die Maine Coon Katze gehört zu den größten Katzenrassen der Welt, und auch sonst hebt sie sich deutlich von anderen Katzen ab. So wird sie allgemein auch als "Hundskatze" bezeichnet, was sicherlich ihrer sehr anhänglichen, verspielten Art zu verdanken ist als auch ihrer Eigenart, mit Gurren und Maunzen ständig mit Menschen oder Artgenossen zu "reden" und ihre Wünsche mitzuteilen.
Eine echte Exotin unter den Rassekatzen ist die Perserkatze. Seit vielen hundert Jahren waren diese schnurrenden Fellschönheiten in herrschaftlichen Häusern auf der ganzen Welt und verbürgt im Schloss von Königin Viktoria sehr beliebt. Ihr Fell ist lang, dicht und seidig. Die Farben weiß, blau und schwarz sind typische Farben für Perserkatzen. Genauso typisch für die sanften Katzenschönheiten ist ihr ruhiges ausgeglichenes Wesen.
Seit circa 3500 Jahren halten sich Menschen Katzen als Haustier und auch heute gehört sie zu den beliebtesten Heimtieren. Trotz offen gezeigter Zuneigung und Anhänglichkeit gehört die Katze zu den Tieren, die sich ihre Eigenständigkeit und Individualität auch im engen Kontakt mit Menschen weitgehend bewahrt haben. Für Menschen, die gern beobachten und im Umgang mit Tieren eher die leisen Töne bevorzugen, ist eine Katze der ideale Hausgenosse.
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