Katzen, die als Freigänger gehalten werden, sind im Vergleich zu Wohnungskatzen viel häufiger beim Tierarzt. Parasitenbefall von Würmern und Flöhen ist dabei eine eher kleine gesundheitliche Beeinträchtigung. Angesichts der vielen Vergiftungsmöglichkeiten, denen Katzen draußen ausgesetzt sind, ist es erstaunlich, wie selten es tatsächlich zu einer Vergiftung kommt.
Eine der häufigsten Vergiftungsursachen ist Rattengift. Es wird von Katzen durch das Fangen von geschwächten Nagern aufgenommen. Verletzungen ziehen sich Katzen draußen zu, da häufig neue Katzen das Revier durchstreifen und es immer wieder zu Kämpfen kommt. Eine unangenehme Folge dieser Revierauseinandersetzungen ist, dass die Kontrahenten mit Biss- und Kratzwunden nach Hause kommen. Diese Verletzungen sind nicht ohne Risiko, denn es kann sich ganz schnell eine Infektion bilden.
Auch Viruserkrankungen können auf diese Weise bei Katzen mit Freigang übertragen werden. Es empfiehlt sich daher, eine kleine Hausapotheke speziell für Katzen parat zu haben. Trotz aller Gefahren, denen eine Katze mit Freigang ausgesetzt ist, davon abzuraten, aus einer freiheitsliebenden und vor allem freiheitsgewohnten Katze eine reine Wohnungskatze zu machen. Nicht jeder Freigänger lässt sich zur Wohnungskatze umfunktionieren.