Mastiff: Im Kern ein gutmütiges Schwergewicht

Respekteinflößend ist er schon auf Grund seiner sehr großen massigen Statur. Mindestens 80 cm misst ein ausgewachsener Mastiff-Rüde und wiegt um die 90 kg. Mastiff-Hündinnen sind etwa 10 cm kleiner und entsprechend leichter. Wer ein großes Anwesen zu bewachen hat und eine Vorliebe und auch das nötige Wissen für die Haltung von sehr großen Hunden hat, der findet im Mastiff die Gutmütigkeit in Hundegestalt.

Der Mastiff ist eine vom internationalen Hundekundeverband FCI anerkannte britische Hunderasse, die in einigen Bundesländern auf der Liste II der als gefährlich eingestuften Hunde zu finden ist. Diese Listen führen häufig zu einem verzerrten Bild der darin geführten Hunderassen. Der Mastiff ist ein von Natur aus gutmütiger Hund, dessen hohe Reizschwelle charakteristisches Rassemerkmal ist. Allein wegen seiner vorhandenen Größe und Muskelkraft und seiner gewaltigen Kiefer wird dem Mastiff ein mögliches Gefahrenpotential bescheinigt – eine Maßnahme, die dazu führen soll, dass man sich bewusst ist, welche Verantwortung man als Besitzer und Besitzerin von einem Mastiff übernimmt.

Der Mastiff ist ein Abkömmling des Molosser aus Mazedonien und Epirus, der mit Handelsschiffen aus Tyros und Sidon nach England kam. Er ist der Vorfahre vieler Hunderassen, wie der Deutschen Dogge, dem Boxer oder dem Bulldog. In seinem Ursprungsland Großbritannien wird er als Wachhund für große Anwesen sehr geschätzt. Der Mastiff ist wachsam, aber nur schwer aus seiner Ruhe zu bringen. Aggressionen und aggressives Verhalten sind ihm auch in Wachsituationen fremd. Er verhält sich abwartend und beobachtend.

Der Mastiff ist sehr menschenbezogen und liebt seine Familie. Er ist ein ruhiger, gutmütiger Hund mit einem sehr ausgeglichenen Temperament. Seine Gelassenheit macht ihn zu einem sehr angenehmen Begleithund, der allerdings ein Zuhause braucht, das zu seiner Größe passt und in dem er den ständigen Kontakt zu seinen Menschen pflegen kann. Trotz seiner respekteinflößenden Gestalt lässt sich der Mastiff gut erziehen. Seinem Temperament entsprechend sollte jede Erziehungsmaßnahme von Ruhe und Konsequenz geprägt sein.

Der Mastiff gehört zu den sehr großen Hunderassen, dabei ist er wohlproportioniert. Der Brustkorb ist breit und tief, der Körper zeigt deutliche Bemuskelung. Der Schädel ist breit zwischen den Ohren, die Stirn ist eben, aber mit Falten versehen, die das für Mastiffs so typische Minenspiel erlauben. Das Fell des Mastiffs ist kurz und anliegend. Es kann unterschiedliche Farben aufweisen: sandfarben, apricots und gestromt. In keinem Fall fehlt allerdings die sogenannte Maske: Nase, Ohren und der Fang heben sich dunkelfarbig deutlich von der übrigen Fellfarbe ab.

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