Kein Tag in Dänemark ist vollständig ohne eine langen Spaziergang am Strand und das gilt ganz besonders für einen Hundetag. Von unserem schönen Haus gibt es einen wunderschönen Wanderweg Richtung Strand: er schlängelt sich durch das leicht gewellte, mit Nadelbäumen bewachsene Dünenhinterland. Tammo kann nach Herzenslust schnüffeln, sich nach der langen Autofahrt austoben und natürlich riecht er schon die Nordsee. Da sich hier in der unberührten Natur tatsächlich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, habe ich Tammo zur Vorsicht an der Langlaufleine und muss sein forsches Tempo mithalten.
Die Nadelbäume weichen allmählich niedrigerem Bewuchs, Sträuchern und dem zartgrünen Strandgras. Dann liegt die letzte große Düne zwischen uns und der Nordsee. Am Strand gibt es dann kein Halten mehr für Tammo. Das Wiedersehen mit der Nordsee feiert er auf seine ganz eigene Art. Er rennt in die Brandung, aber nur so weit, dass er nicht wirklich nass wird. Er spielt das "Wellenfangspiel", läuft mit den zurückweichenden Wellen in die See hinein und mit der nächsten Brandung wieder raus. Dass Salzwasser keine Delikatesse ist, weiß Tammo schon aus eigener Erfahrung, aber mal so ein paar mal leicht schlecken und in die Gischt beißen, das muss einfach sein. Wir genießen den Sonnenuntergang, jeder auf seine Weise und dann geht's zurück zum Ferienhaus. Unser erster Tag neigt sich dem Ende zu.