Erinnern Sie sich noch an die Katastrophe von Bad Reichenhall? Die Dachkonstruktion der Eishalle von Bad Reichenhall brach unter der nasskalten Schneelast zusammen und begrub ahnungslose Besucher unter sich. Zu den unermüdlichen Helfern und Rettungskräften gehörten auch die drei zu Rettungshunden ausgebildeten Hunde Kimba, Grizzly und Henry.
Mit zwei Jahren war der zweijährige Labradorrüde Henry der jüngste Rettungshund, der zusammen mit zwei anderen ausgebildeten Katastrophenhunden stellvertretend für alle Hunde ausgezeichnet wurden, die an den Rettungsarbeiten in Bad Reichenhall beteiligt waren. Stundenlang waren sie unermüdlich an der Seite ihrer Hundeführer im Einsatz, um in und unter den Trümmern der Eishalle nach vermissten, verletzten und toten Opfern der Katastrophe zu suchen.
Der besondere Spürsinn des jungen Labradors Henry machte ihn so wertvoll für die Suchstaffel. Wie jeder Rettungshund wurde Henry für den Notfall perfekt ausgebildet. Die Ausbildung zum Rettungshund dauert ungefähr ein bis zwei Jahre. Dabei werden die besonderen Fähigkeiten eines Rettungshundes, seine absolute Zuverlässigkeit und sein Gehorsam geschult. In regelmäßigen Prüfungen müssen Hund und Hundeführer unter Beweis stellen, dass sie perfekt aufeinander eingestellt sind.
Welcher Hund sich zum Rettungshund eignet, ist relativ unabhängig davon, ob er von Geburt reinrassig oder ein Mischling ist. Ausschlaggebend sind seine Lernfähigkeit und je nach Einsatzgebiet auch seine Größe und vor allem seine Wendigkeit. Zusammen mit Henry wurden die zehnjährige Labrador-Mischlingshündin Kimba und der der sechsjährige Australian Cattledog-Rüde Grizzly ausgezeichnet. Als Anerkennung bekamen die drei Helden auf vier Pfoten eine Medaille verliehen und knackige Metzgerwurst als besonderen Leckerbissen.