18 stolze Jahre wird unser Nymphensittich dieses Jahr. K.fips erfreut sich immer noch bester Gesundheit. Dass er seit seiner unfreiwilligen Einzelhaltung seine gesamte Aufmerksamkeit und seinen Charme an mich verschwendete, habe ich an anderer Stelle schon einmal erzählt: Aber 2007 ist einfach alles anders und das ist gut so.
K.Fips gehören ab sofort nur noch die Hälfte seines Heims, die Hälfte vom - zugegeben auch viel reichlicher bemessenen Futter - und er muss seinen Lieblingsplatz teilen. Dafür hat er eine entzückende junge Nymphensittichdame zur Gesellschaft: Ein kleines energisches Weibchen, das ihn anhimmelt, ihm überall hinterher wandert und wieder so richtig Schwung in sein Leben bringt. Die junge Dame ist noch halbwüchsig, herrlich unerschrocken und sehr neugierig. Aus den ersten Rufen, die der Sittich-Senior beim Anblick seiner neuen Mitbewohnerin laut vernehmbar von sich gab, glaubte ich den Namen "Pia" herauszuhören ;-) und damit hat die kleine Hübsche auch einen Namen.
Nymphensittichweibchen sind in unserer kleinen aber feinen Zootierhandlung eher sehr selten. Eigentlich habe ich noch nie eins in der Voliere entdeckt. Aber an diesem besagten neblig trüben Wintertag war sie für mich der Hingucker unter all den hübschen jungen Hähnen. Unter lautem Protest eingefangen und in einen Karton verfrachtet, trat sie mit mir ihren Umzug in ein Zuhause an. Die ersten Schritte und Flattersprünge im neuen Käfig sahen so aus, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt, in eine völlig neue Umgebung zu wechseln. Auch unser großer schwarzer Münsterländermischling beeindruckte unsere neue Mitbewohnerin wenig. Mit blanken Augen und manchmal schief gelegtem Kopf betrachtete sie sich ihr neues Zuhause, K.Fips, mich und den Hund: ein hoffnungsvoller Start in unserer Familie.