Jungvögel verlassen zur Zeit die Nester und wer gut beobachtet, weiß, dass die Eltern sie am Boden weiter versorgen. Die jungen Vögel sind nicht in Gefahr. Es handelt sich bei ihnen um so genannte Ästlinge oder Läufer.
Vogelkinder verlassen häufig schon das Nest, ohne dass sie richtig fliegen können. Wenn Sie ein befiedertes Vogelkind auffinden, sollten Sie erst einige Zeit aus sicherer Entfernung beobachten, ob es von den Eltern versorgt wird. Sitzt es an einem offensichtlich gefährlichen Ort, wie an einem Straßenrand, bringen Sie es in ein nahes Gebüsch.
Die Eltern werden anders als bei Säugetieren das Junge auch dann weiter versorgen, wenn es Kontakt zum Menschen hatte. Finden Sie ein Jungtier ohne Federn, versuchen Sie, das Nest zu finden, aus dem es gefallen ist, und setzen es vorsichtig wieder zurück.
Verwaiste Tiere können auch dem Nabu übergeben werden, der sich um die Aufzucht von Wildtieren kümmert. Ist ein Tier verletzt, sollten Sie es mitnehmen und vom Tierarzt versorgen lassen. Schon durch einen kleinen Riss in der Haut können Keime in den Körper des Jungvogels eindringen und zu lebensbedrohlichen Erkrankungen führen.
Die Versorgung von Wildtieren durch den Tierarzt ist kostenlos. Ist ein Jungvogel außerhalb des Nestes nur geschwächt und nicht verletzt, können Sie ihn unter ein Käfiggitter setzen. Dort kann er von seinen Eltern weiter mit Futter versorgt werden, bis er wieder mobiler ist.