Die Weihnachtstage stellen jedes Jahr eine besondere Herausforderung für Mensch und Tier dar. Der normale Tagesrhythmus ist für mindestens eine Woche völlig aufgehoben und kehrt meistens erst nach dem Jahreswechsel wieder ein. Familienfeiern, Essen im großen Kreis, Fröhlichkeit und ausgelassene Stimmung vertragen sich auch mit sensiblen Haustieren, wenn man Rücksicht auf ihre Lebensgewohnheiten nimmt.
Tiere haben ihren eigenen Tagesrhythmus, der durch fröhliche, langandauernde Weihnachtsfeiern völlig aus der Bahn geworfen wird. Ungewohnt viel Besuch, fremde Gerüche, ein anderer Geräuschpegel und verkürzte Ruhezeiten reizen jedes Tier. Manche Vierbeiner - vor allem Hund und Katze reagieren auf alle diese Veränderungen mit leichten Verdauungsstörungen oder verängstigtem Verhalten.
Der oftmals zu den Feierlichkeiten ausgiebige Nikotingenuß verschlechtert die Luftqualität nicht nur für Menschen. Besonders Tiere, die ausgiebig Körperpflege betreiben und ihr Fell lecken, nehmen auf diesem Weg Schadstoffe auf. Außerdem sorgen gutgemeinte Happen vom Festtagsmenü oft für Magen- und Darmerkrankungen, die ärztlich behandelt werden müssen. Wer die üblichen Leckerchen verabreicht, tut etwas für die Gesundheit des Tieres und erspart sich unnötigen Stress.
Wer seinem Tier zur Weinnachtszeit und um den Jahreswechsel Gutes tun möchte, der hält für seine Lieblinge einen Raum in der Wohnung oder im Haus bereit, der die gewohnte Heimeligkeit ausstrahlt und Möglichkeiten zum Rückzug bereit hält. Das wirkt beruhigend auf das - im Vergleich zu den menschlichen Sinnesorganen - oft viel feinere Gehör und den empfindlicheren Geruchssinn. Ganz besonders zu den gewohnten Ruhezeiten sollte man dafür sorgen, dass sich das Tier ungestört erholen kann.
Die Rücksicht auf das geliebte Haustier sollte keineswegs als Einschränkung der fröhlichen Feierstimmung verstanden werden. Im Gegenteil: aus dem Verhalten und den Bedürfnissen unserer Haustiere können sehr sinnvolle und wohltuende Konsequenzen für unser eigenes Wohlbefinden gezogen werden. Schenken Sie sich und ihrem Liebling immer dann, wenn der Festtagstrubel in Stress umzuschlagen droht, eine Auszeit: ein Spaziergang, eine Spiel- und Streichelstunde, ein bewusstes Auswechseln von Wasser- und Fressnäpfen bei Käfigtieren, Freilaufzeiten für Nager und Kaninchen in einem gesicherten Raum und viele ähnliche Aktivitäten, nutzen Mensch und Tier.