Tierische Gefühle wurden an der Universität Portsmouth in Großbritannien erforscht. Das Ergebnis: auch Hunde können laut aktueller Studie eifersüchtig sein wie Menschen und andere komplexe Gefühle entwickeln. Wie die Studie weiter verrät, fühlen sich die Tiere manchmal wie ein vernachlässigter Partner in einer Dreiecksbeziehung.
Wollen Herrchen oder Frauchen mit dem Partner alleine sein, übernimmt der Hund der Untersuchung zufolge gerne die Rolle eines "Anstands-Wauwaus": Er stört das Paar in seiner Zweisamkeit, weil er sich nicht genug beachtet fühlt. Für die Studie wurden 1.000 Hundebesitzer im Süden Großbritanniens befragt.
In mehr als 80 Prozent der Fälle hätten die Hundebesitzer auffallend übereinstimmend vom eifersüchtigen Verhalten ihrer Tiere berichtet, teilte die Hochschule am 21. August mit. Die Daten zeigten, dass weitaus mehr Arten komplexe Gefühle entwickeln können, als bisher angenommen. Davon ist der Leiter der Studie, Paul Morris, überzeugt.
Bisher waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass Hunde, Katzen und Pferde nur Gefühle wie Wut, Angst und Überraschung entwickeln können. So genannte sekundäre Gefühle wie Eifersucht, Stolz, Verlegenheit, Schuld und Scham wurden dagegen nur Menschen und möglicherweise Schimpansen zugeschrieben, da nur sie die dazu nötigen kognitiven Fähigkeiten hätten.