Umweltminister Otmar Bernhard, 61jähriger Umweltminister der CSU und stolzer Besitzer eines Dalmatiners namens Barney protestiert lautstark im Namen der Münchner Wauwaus und ihrer empörten Herrchen. Kein Leinenzwang im Englischen Garten! Freies Spiel mit Hunden soll weiter erlaubt sein.
Aber der Landtag hat schon beschlossen, zum 1. August das Landesstraf- und Verordnungsgesetz zu ändern. Damit ist im Englischen Garten die Hundefreiheit in Gefahr. Bernhard, auch Chef der Münchner CSU, warnt allerdings davor, den Park mit einem Schwarm von Verboten wie dem Leinenzwang für Hunde in einen Kasernenhof zu verwandeln.
Sollte es bei dem Verbot bleiben, dann können auch in staatlichen Grünanlagen wie dem Englischen Garten bei Verstößen gegen die Parkordnung Bußgelder erhoben werden. Baden oder surfen im Eisbach, Frisbees werfen und auf Gehwegen mit dem Rad fahren: Das ist alles jetzt schon verboten, wird aber bisher nicht verfolgt.
Eine Galgenfrist für nicht angeleinte Hunde gibt es noch bis zur Landtagswahl. Bis zu diesem wichtigen Tag lässt Erwin Huber den Hunden ihre Freiheit.
Parkchef Thomas Köster ist eifriger Verfechter der neuen Regelung. Dann müssen auch Hundebesitzer zahlen, die ihre Tiere frei laufen lassen.
Otmar Bernhard, der so gerne mit seinem Dalmatiner "Barney" durch den Englischen Garten stromert fordert ausreichend Auslaufzonen für den besten Freund des Menschen. Bernhard hat Kösters Chef, Finanzminister Erwin Huber (61), dringend gebeten, für den Englischen Garten eine Benutzungs-Verordnung mit Augenmaß zu erlassen.
Huber, der auch CSU-Chef ist, will sich vor der Landtagswahl am 28. September weder mit den Münchner Hundebesitzern noch mit sonstigen Liebhabern des Englischen Gartens anlegen und versprach, dass vor 2009 nichts passiert. Der Park ist ein Volksgarten und das soll er auch bleiben.