Igel sind zur Zeit auf Achse, um sich den nötigen Energievorrat für den Winter anzufuttern. Dabei geraten die immer hungrigen Schuppernasen manchmal unverhofft in einen tödlichen Hinterhalt. Achtlos fortgeworfene Verpackungen von Lebensmitteln, locken die Igel an. In Nürnberg rettete die Polizei einen Igel aus einem Eisbecher.
Der Igel wuselte in Nürnberg durchs Gebüsch, als er plötzlich den Duft von Vanilleeis witterte. Er machte sich auf die Suche und fand einen weggeworfenen "McFlurry"-Eisbecher von McDonald's. Sofort krabbelte das stachelige Säugetier in den Behälter und leckte die letzten Reste aus. Doch als er sich wieder befreien woltte, verhakte sich das Tier mit seinen Stacheln: Der Igel war gefangen.
Sein Kopf ließ sich wegen der aufgestellten Stacheln nicht mehr aus der runden Öffnung des Behälters ziehen. Der kleine Waldbewohner steckte in einer tödliche Falle. Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbunds sind bereits etliche Tiere auf diese Weise qualvoll verhungert. Der Fastfood-Konzern McDonald's hat die Konsequenten gezogen und testet in München eine Alternative zu den Plastikbechern.
Anfang nächsten Jahres soll eine tierfreundlichere Verpackung auf den Markt kommen. Die jetzigen Becher mit der runden Öffnung aus starrem Kunststoff sollen nach und nach aus den Filialen verschwinden. Den Kampf gegen den Plastikbecher führten englische Tierschützer an. In Deutschland hat es keine Kampagnen von Tierfreunden gegeben. Die Igel bei uns profitieren von dem Engagemant britischer Naturschützer.