Nur selten benötigen Igel, die in den kalten Wintermonaten wach angetroffen werden, tatsächlich menschliche Hilfe, um über den Winter zu kommmen. Es ist normal, dass die stacheligen Gesellen ihre Winterruhe bei milden Temperaturen unterbrechen und sich auf Futtersuche begeben. Igel mit blanken Äuglein und auf flinken Füßen sollten an Ort und Stelle gelassen werden.
Es gibt nur wenige Situationen, in denen einem Igel geholfen werden muss, klärt der Deutsche Tierschutzbund in der Broschüre zum Thema "Igelschutz" alle Tierfreunde auf. Gut gemeinte Hilfe führt oft zum Gegenteil. Gute Beobachtung des Fundtieres hilft vorschnelle Hilfsaktionen zu vermeiden. Nur verwaiste Igelsäuglinge, verletzte oder kranke Igel sind wirklich hilfsbedürftig. Diese erkennt man sofort daran, dass sie tagsüber herumliegen, oft mager sind und sich apathisch verhalten.
Für die bevorstehende Winterzeit gilt zudem: Igel, die bei Dauerfrost oder geschlossener Schneedecke draußen herumlaufen, sind meist krank oder geschwächt. In solchen Notfällen helfen sollte man das Tier vorsichtig aufnehmen und zuerst einmal zum Tierarzt oder zum örtlichen Tierheim bringen. Schon falsche Ernährung kann das Todesurteil für ein hilfloses Stacheltier bedeuten. Der Tierarzt oder auch die Mitarbeiter des Tierheims stehen gern mit Rat und Tat zur Seite.
Die Broschüre "Igelschutz" gibt es als Download und weitere Informationen zum Igelschutz auf der Webseite www.tierschutzbund.de und bei den örtlichen Tierheimen. Tierfreunde und speziell Igelfreunde können sich die Broschüre beim Deutschen Tierschutzbund gegen Zusendung eines mit 1,44 Euro frankierten Rückumschlags bestellen.