Wie schon vor kurzem berichtet standen zwei Jäger aus dem Burgenland unter dem dringenden Verdacht, 66 frei laufende Katzen erschossen zu haben. Nun hat die zuständige Bezirkshauptmannschaft gehandelt: Sie ordnete den Entzug der Jagdkarten an und erließ ein Waffenverbot für die beiden Jäger. Außerdem läuft gegen die beiden Männer ein Verfahren wegen Verstoßes des Tierschutzgesetzes.
Der Fall der zwei Jagdleute, die im Ortsgebiet Nickelsdorf (Neusiedl am See) für das Verschwinden von 66 Katzen verantwortlich sind, hatte unter Tierfreudnen und Besitzern von Haustieren für Aufsehen gesorgt. Als der Stein im Juni von einem Katzenbesitzer, der das Verschwinden seiner Katze gemeldet hatte, ins Rollen gebarcht wurde, war das Ausmaß dieses Fall von Tierquälerei nicht absehbar.
Bei ihren nachforschungen stießen Polizisten auf die beiden Männer, die schließlich die Tötung der anderen vermissten Katzen zugaben. Bei der Erteilung des Waffenverbotes sei insbesondere die Verwerflichkeit der Taten über einen längeren Zeitraum und in einem größeren Umfang berücksichtigt worden, erläuterte der Bezirkshauptmann. Dazu komme erschwerend der Umstand, dass gerade bei Jägern ein anderer Maßstab im Hinblick auf das Wissen um das Töten und die Qualen von Tieren vorausgesetzt wird.