Endlich gilt ein europaweites Einfuhrverbot für Hunde- und Katzenfelle ab 2009. Nach Italien, Dänemark, Frankreich, Belgien und Griechenland, wo bereits seit längerem nationale Importverbote gelten, dürfen Hunde- und Katzenfelle ab 2009 nicht mehr in die EU eingeführt werden.
Auf einer Sitzung der EU-Landwirtschaftsminister wurde das seit langem geplanten Verbot am Montag endgültig beschlossen. "Europa distanziert sich mit diesem Beschluss einstimmig von der grausamen Art der Gewinnung von Katzen- und Hundefellen", erklärte der deutsche Ressortchef Horst Seehofer in Brüssel.
Der Deutsche Tierschutzbund begrüßte die Entscheidung, kritisierte aber die Umsetzungsfrist als viel zu lang bemessen. Das Signal ist aber richtig: der Sumpf der Tierqualmafia muss ein für alle mal ausgetrocknet werden», erklärte der Präsident des Tierschutzbundes, Wolfgang Apel.
Trotz Ausnahmeregelungen für Lehr- und tierpräparatorische Zwecke sei das Verbot ein Erfolg. Nach Schätzungen von Tierschutzgruppen werden weltweit jährlich zwei Millionen Hunde und Katzen nur wegen ihrer Felle und Häute getötet, die meisten davon in Asien.
Nach Darstellung der EU-Kommission werden die Felle häufig als synthetisch oder als Pelz anderer Tiere ausgegeben und auf diese Weise in die EU gebracht. Außer an Kleidungsstücken sei Katzen- und Hundefell auch schon bei Kuscheltieren festgestellt worden.
Wie dieser Etikettenschwindel künftig vermieden werden soll, lässt die neue EU-Richtlinie allerdings offen.