Wieder einmal hat ein Rehbock eine ahnungslose Joggerin angegriffen. Dieses Mal machte eine Joggerin im Sauerland unliebsame und schmerzhafte Bekanntschaft mit einem aggressiven Rehbock. Nach Stierkampfart attackierte der Rehbock die völlig überrumpelte Joggerin. Da Flüchten aussichtslos war, konnte sie sich vor den Attacken nur schützen, indem sie beherzt zufgriff und den Bock nicht mehr aus der Umklammerung entkommenließ.
Glücklicherweise gelang es ihr trotz misslicher Lage ihre Mutter per Handy zu informieren und zu Hilfe zu holen. Erst als die Mutter des Opfers mit dem Auto zu Hilfe kam und kräftig hupte, ließ sich der Rehbock einschüchtern und verjagen. Er verschwand im sicheren Dickicht. Die Joggerin trug einige Blessuren davon und muss sich vor allem von dem Schock erholen.
Die Frage, warum der Rehbock auf die Joggerin losgegangen ist, konnte noch nicht geklärt werden. Allgemein ist bekannt, dass von Hand aufgezogene Rehböckchen im Alter von etwa 2 Jahren manchmal ihre gute Kinderstube vergessen und plötzlich Menschen attackieren. Ganz offensichtlich fehlt es ihnen an dem eigentlich natürlichen Fluchttrieb, wenn Menschen in der Nähe sind.
Auch wenn ausgewachsene Rehböcke kaum größer sind als ein großer Hund, können sie mit ihrem Gehörn schwere Verletzungen verursachen: Es könnte z.B. die Hauptschlagader des Oberschenkels getroffen werden. Wegrennen nützt wenig, denn der Vierbeiner gewinnt sowieso jedes Laufduell, weiß ein erfahrener Jäger zu berichten, und wenn man versucht, so einen Rehbock mit Schreien zu vertreiben, wird er nur noch wilder. Am besten ist es, wenn man Schutz zwischen oder sogar auf Bäumen sucht. Sofern das Tier noch weit genug entfernt ist, sollte man sich leise entfernen.