"Tika" heißt das Elefantenkind, das mit großer Spannung im Wuppertaler Zoo erwartet wurde. Vorausgegangen waren lange bange Nächte für das Elefantenpflegerteam um Zootierarzt Arne Lawrenz. Bei der hochträchtigen Elefantenkuh Sabie war zwar schon die Fruchtblase geplatzt, doch die Wehen wollten einfach nicht einsetzen.
Dies war eine sehr kritische Lage, da das Kalb auf dem Weg nach draußen durch einen anderthalb Meter langen Geburtskanal rutschen muss. Das Fruchtwasser sorgt bei der Geburt dabei, dass das Baby nicht steckenbleibt. Schlimmstenfalls ist nicht nur das Leben des Elenfantenbabys bedroht sondern auch das der Elefantenkuh.
Dass es doch noch eine glückliche Geburt wurde, schreibt der Zootierarzt vor allem auch der guten Vorbereitung durch die Pfleger zu. "Unsere Tiere sind gut trainiert. Wir haben ihre Kondition gestärkt und viel Gymnastik mit ihnen gemacht. Wir können zwar nicht das Pressen mit ihnen trainieren, aber mit gezielten Übungen ihre Muskulatur stärken." Dank einer rektalen Massage und einem Wehenmittel ging am Ende alles sehr schnell.
Innerhalb von 20 Minuten erblickte Tika das Licht des Wuppertaler Elefantenhauses. Mit einer Schulterhöhe von 82 Zentimetern und einem Gewicht von 75 Kilo ist das Elefantenbaby übrigens ein Leichtgewicht mit eher zierlichen Körpermaßen. Gewöhnlich können Elefantenkälber bei der Geburt locker ein Gewicht von 150 Kilogramm auf die Waage bringen.