Unter Katzenschnupfen versteht man eine Gruppe von Infektionen, die Atemwege, Augen und Maul betreffen. Hat ein Tier sich angesteckt, dauert es bis zu 5 Tagen bis die Katze krank wirkt: sie ist müde, niest häufig und rührt ihr Futter kaum an. Gegen die Haupterreger von Katzenschnupfen können Jungtiere ab der 8. Lebenswoche eine Grundimmunisierung erhalten.
Katzenschnupfen ist eine der meistgefürchteten, ansteckenden Erkrankungen, die bei Jungtieren leider sehr häufig zum Tod führt. Was Katzenbesitzer oft nicht wissen ist, dass sie selbst oft ahnungslos die gefährlichen Erreger über die Schuhe von draußen mit in die eigene Wohnung tragen können. Vorrausetzung für diese unglückliche Verkettung von Zufällen und Umständen ist natürlich, dass es im Umfeld zum Ausbruch von Katzenschnupfen gekommen ist. Infektiös sind alle Sekrete von einem erkrankten Tier, die aus der Nase, den Augen und der Maulhöhle stammen. Beim Niesen verteilen sich die Erreger über die sprühfeine Tröpfeninfektion. Aber auch über gemeinsam benutzte Wassernäpfe und Futterschalen können sich gesunde Katzen anstecken. Kommt es außerdem zu direktem Kontakt, gegenseitiges Beschnuppern oder Lecken des Felles, steigt die Ansteckungsgefahr. Generell kann man sagen, dass überall, wo viele Katzen zusammenkommen, die Verbreitungsgefahr des Katzenschnupfens über nur ein einziges infiziertes Tier am größten ist.
Glücklicherweise kann man Kätzchen ab der 8. Lebenswoche gegen Katzenseuche impfen lassen. Der gesamte Impfplan umfasst zwei Impfungen im Abstand von ein paar Wochen und die alljährlich empfohlene Auffrischungsimpfung. Schutzimpfungen sind die einzige Möglichkeit, junge und geschwächte Katzemn vor der Ansteckung und dem Leiden des Katzenschnupfens zu bewahren. Ist die Krankheit ausgebrochen, vermehrt sich die infektiöse Sekretabsonderung derart, dass die Katze sich selbst auch durch ihr Putzen nicht helfen kann. Die Augen verkleben, das Atmen bereitet Mühe und das Schlucken wird durch die Schwellungen im Maul und Halsbereich zur Qual. Einen meist tödlichen Verlauf nimmt der Katzenschnupfen, wenn sich zusätzlich eine Lungenentzündung einstellt.
Bei dem geringsten Verdacht auf Katzenschnupfen gehört das Tier in ärztliche Behandlung. Auch zu Hause sind Vorkehrungen zu treffen, dass sich die Krankheit nicht ausbreitet. Der Tierarzt wird umgehend Maßnahmen einleiten, dass ein Labor den Nachweis über den Erreger des Katzenschnupfens erbringt und die Symptome der Krankheit behandeln. Die Katze bekommt Antibiotika. Ihre eitrigen Augen, dei Nase und das Maul werden regelmäßig mit handwarmem Wasser nach Vorgabe gereinigt. Je nach Schwere der Krankheit wird bei der Aufnahme von Futter und beim Trinken geholfen. Gegen die drohende Austrocknung helfen in besonders kritischen Phasen Infusionen. Auf Hygiene und angenehmes Raumklima im Krankenzimmer ist besonders zu achten. Wenn die Katze diese lebensbedrohliche Krankheit allem Anschein nach überwunden hat, ist das Tier dennoch nicht gesund. Es kann noch über Wochen andere Tiere anstecken.