Eine unangenehme Begleiterscheinung des Tourismus in die warmen Länder Südeuropas ist die Ausbreitung der Leishmaniose bei unseren Hunden. Überträger dieser meistens nicht heilbaren Krankheit ist eine Sandfliegenart, die in Südeuropa und Nordafrika beheimatet ist. Infizierte Tiere sind nicht ansteckend. Schutz vor Leishmaniose garantiert nur die Verhinderung von Kontakt mit der Sandfliege.
Die Infektion mit Leishmaniose findet nur in direktem Kontakt mit der bestimmten Sandfliegenart auf, kann allerdings erst Wochen nach einer Reise in den Süden ausbrechen. Leishmaniose ist durch Antikörpertests schon ab etwa der 2. Woche nach der Infektion nachweisbar. Wer mit seinem Hund eine Reise in diese Länder gemacht hat, kann sich nach der Rückkehr Sicherheit darüber verschaffen, dass der Hund Leishmaniose frei ist oder im Falle einer Infektion geeignete Therapiemaßnahmen ergreifen.
Die Symptome der Leishmaniose sind vielfältig. Meistens zeigen sich Hautprobleme in Form von Hautveränderungen an der Nase, in der Augenregion, an den Ohren und an den Pfoten. Später zeigen sich dort Pusteln und Ausschläge unterschiedlichster Art. Es folgen Appetitlosigkeit und allgemeines Unwohlsein, das auch von Fieber begleitet wird. Ein allgemeiner Kräfteverfall stellt sich mit der Zeit ein. Nur eine gründliche tierärztliche Untersuchung kann Gewissheit über die Krankheit und deren Behandlungsmöglichkeiten geben.