Balinese: Mit Siamkatzen verwandt und doch ganz anders

Der Name der Balineser Katze ist leicht irreführend; denn auf Bali sucht man diese eleganten, schlanken Katzen mit dem halblangen, seidigen Fell vergeblich. Die Katzenrasse ist noch recht jung und stammt aus den USA, wo Züchter sich um die Anerkennung von langhaarigen Siamkatzen als eigenständige Rasse bemühten. Heute gibt es die Balinese Katze als Rasse und in etwa 20 verschiedenen Point-Farben und -Mustern, einschließlich der rein weissen Balinesen.

Die Balineserkatze ist eine Hauskatze. Ihr Name verrät nichts über ihre Herkunft, sondern basiert auf der Begeisterung der Züchter für diese elegante Katze, deren geschmeidige Bewegungen sie an die Tanzkünste der balinesischen Tempeltänzerinnen erinnerten. Sie unterscheidet sich von ihrer Stammrasse, der Siamkatze, durch ihre wesentlich ruhigere Art. Sie ist zwar genauso bewegungsfreudig und mitteilsam, aber ihre Stimme klingt gedämpfter und nicht so fordernd wie bei ihren siamesischen Artgenossen.

Die nahe Verwandtschaft zu den Siamkatzen ist auf den ersten Blick zu erkennen, auch wenn es die Balineser-Katze inzwischen in bis zu 20 Fellfarben und -mustern gibt. Gemeinsames Erkennungsmerkmal von Balinesen und Siamkatzen sind die tiefblau gefärbten Augen und die sogenannten Points. Als Points bezeichnet man die dunkler als das Fell am übrigen Körper gefärbten Fellpartien an den Pfoten, Ohren und der Schwanzspitze. Die dunklere Färbung schützt diese Partien vor Kälteschäden, da dunkelbraunes bis schwarzes Fell die Wärme besser speichern kann.

Die Charaktereigenschaften der Balinesin ähneln denen der Siamkatze. Typisch für alle Orientalen ist die Menschenbezogenheit. Die Katzen sind neugierig und intelligent und zeigen scheinbar unerschöpflichen Einfallsreichtum, wenn es darum geht, die Aufmerksamkeit “ihres” Menschen auf sich zu ziehen. Sie bewahren sich ihre Spielfreude bis ins hohe Alter und verfügen im Allgemeinen über eine robuste Gesundheit.

Auch wenn sie zu den Halblanghaar-Katzen gehören, sind die Balinesen pflegeleicht. Ihr seidiges Fell hat keine Unterwolle und benötigt nur gelegentliches Kämmen oder Bürsten. Wichtiger ist für alle orientalischen Katzen, dass sie stets Gesellschaft haben und genügend Spielangebote. Wer sein Tier mehrere Stunden am Tag allein zu Hause lassen muss, sollte sich gleich für die Haltung von zwei Balinesen entscheiden. Auch anderen Katzen, vor allem Wohnungskatzen bekommt die Haltung als Pärchen ausgesprochen gut.

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