Indianerpute und Bronzepute auf Platz Eins

Viehmärkte sind nicht nur eine Bereicherung für Städte und Regionen, sie erfüllen auch einen guten Zweck für die Erhaltung von alten Tierrassen. Oft sind es nämlich Begegnungen auf traditionellen Viehmärkten, auf denen Hobbyzüchter ihre Schätze und Raritäten zeigen, meistens aber bringt die Ernennung zur bedrohten Tierart einen wichtigen Stein ins Rollen: Plötzlich stehen gute alte Haustierrassen, bekannt für ihre robuste Gesundheit und Genügsamkeit im Interesse von Käufern.

Die Nachfrage von Züchtern und Landwirten kann dann oft gar nicht zufriedengestellt werden, aber man bemüht sich darum. Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen im hessischen Witzenhausen ist Herz und Kopf dieser Idee. Eine der wichtigsten Herausforderungen der Gesellschaft ist es, Bestände bedrohter Rassen aufzuspüren, anzukaufen und verschiedene Blutlinien zu vermischen. Die Gesellschaft leistet damit einen unverzichtbaren Beitrag zum Schutze alter Haustierrassen.

In diesem Jahr steht die Bronze- oder Indianerpute ganz oben auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten, weil es nur noch 800 davon gibt. Je nach Tierart, wie etwa bei dem bedrohten Haustier des Jahres 2007, dem Murnau-Werdenfelser Rind, oder beim 2006 herausgestellten Deutschen Sattelschwein, dauerte es mehrere Jahre.

Das Überleben vieler uralter heimischer Haustiere ist vor allem traditionsbewussten Landwirten oder Liebhabern zu verdanken, die die Rasse über Jahrzehnte hinweg gehalten haben. Langsam findet dieses Engagement wieder Anerkennung und die Qualität der alten Rassen mit ihrer guten Gesundheit, Widerstandsfähigkeit und Genügsamkeit werden wieder geschätzt. Die Bronzepute ist für ihre guten Bruteigenschaften bekannt und ihre ausgezeichnete Führung einer Kükenschar. Früher wurde diese Eigenschaft für die Aufzucht von Hühnerküken gerne genutzt.

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