Shar-Pei: Falten sind sein Markenzeichen

Shar-Pei: Falten sind sein Markenzeichen

Ohren wie Muschelchen, die Nase wie ein Schmetterling, der Kopf groß wie eine Melone – Großmuttergesicht, der Hals wie beim Nilpferd, das Hinterteil wie beim Pferd und die Beine wie beim Drachen. Das sind die chinesischen Beschreibungen des Standards eines Shar-Pei, einer sehr alten Hunderasse, deren Existenz schon aus der Zeit um etwa 200 v. Chr. nachweisbar ist.

Aus der bildreichen chinesischen Beschreibung des Shar-Peis lässt sich nicht unbedingt auf einen Hund schließen und doch trifft die fantasievolle Charakterisierung die besonderen Merkmale dieser Hunderasse. Auffällig sind bei diesem bis 51 cm großen Hund die vielen Falten und Hautlappen an Kopf, Widerist und Schwanzansatz, die vor allem bei dem Shar-Pei Welpen sehr ausgeprägt sind und den Eindruck erwecken, als sei das Fell viel zu groß geraten. Die Falten bilden sich zwischen der 2. und 16. Woche und der Hund wächst in sein Fell hinein.

Das Rassemerkmal des übergroßen Felles sollte immer in einem ausgewogenen Verhältnis zur Gesamterscheinung des Hundes stehen. Die Falten sollten eng anliegend und bei dem ausgewachsenen Shar-Pei nur noch auf der Stirn und am Widerist einige Falten vorhanden sein. Weitere Auffälligkeit seiner Erscheinung sind die sehr kleinen, anliegenden, dreieckigen Ohren, die blaue Zunge, das harte Haar und die geringelte Rute, die entweder über dem Rücken gerollt oder auch eigenwillig zu einer Körperseite getragen wird.

Der Shar-Pei war seit Jahrhunderten Begleithund der zumeist ärmeren Fischer und Bauern in den südchinesischen Provinzen. Er diente ihnen in erster Linie als Wachhund, wurde aber auch zur Jagd auf Kleinwild und zur Rattenbekämpfung eingesetzt. Auch wenn sich der Shar-Pei durch die Züchtung verändert hat, verfügt er noch einen Jagdtrieb, der jedoch nicht stark ausgeprägt ist. Zu seinen typischen Charktereigenschaften zählen eine gewisse Sturheit und eine freundliche und friedliche Grundstimmung. Der Shar-Pei ist ein Hund, der in seinem Verhalten genau das widerspiegelt, was er an Atmosphäre erlebt.

Am wohlsten fühlt sich der Shar-Peiin gewohnter Umgebung und im Kreis seiner Familie. Allen Familienangehörigen ist der chinesische Wachhund sehr zugetan, während er Fremden seine zurückhaltende, reservierte Art zeigt. Sein sehr individueller Charakter eignet sich nicht für ständige Gehorsamsübungen und jede Form von Drill obwohl er vom Ursprung her ein Arbeitshund ist. Der Shar-Pei benötigt eine einfühlsame und konsequente Erziehung und offenbart dann seine besonderen Qualitäten, seine Treue und intensive Bindung an eine Person.

Leave a Reply

Your email address will not be published.